Archive for the ‘Modernes Glas’ Category

Tausende Flügel überm Giesinger Berg

Freitag, Dezember 13th, 2019

Der Künstler Christoph Brech hat für die Münchner Heilig-Kreuz-Kirche die Chor- und Oratorienfenster neugestaltet.  Ausgangsmaterial für die Künstlerfenster waren weit über tausend Röntgenthoraxaufnahmen, gestiftet von Münchner Bürgern.

„Ausschlaggebend für meinen Entwurf war die gobelinartige Bemalung der Wand im unteren Teil des Chors. Diese Muster wollte ich an den Fenstern weiter führen und in die Höhe bringen, aber nicht mehr als immer gleich bleibendes Motiv, sondern in individueller Veränderung“, erklärt Christoph Brech den Ausgangspunkt seiner Idee und weiter: „Durch die Aneinanderreihung hunderter Lungenflügel werden die Unterschiede der menschlichen Anatomie erfahrbar. Jeder Thorax ist anders, jeder Mensch ist einzigartig. Jeder Mensch ist einzigartig vor Gott. Und alles Äußerliche, wie beispielsweise die Hautfarbe, ist nicht mehr erkennbar.“

Zahlreiche Gemeindemitglieder der Pfarrei Heilig-Kreuz haben ihre Röntgenbilder für die neuen Fenster gestiftet, die nun stellvertretend für sie in der Kirche auf Glas gebracht installiert sind. Damit sind die Stifter wie nach alter Tradition in ihren Kirchenfenstern verewigt. Neu nur, dass hier jeder Stifter sein konnte und nicht vermögend sein musste – ein demokratisches Stifterfenster also.

Insgesamt sind 1092 Lungenmotive in 94 rechteckigen Feldern und je sieben Lungenmotive in 14 Nonnenköpfen dargestellt. Die Chorfenster messen im Schnitt 1,1 x 11 Meter. Rund 85 Quadratmeter mundgeblasenes Glas sind handwerklich bearbeitet und so mit Kunst bespielt. Zur Verwendung kamen hellblaue zugeschnittene Neuantikgläser mit opakem weißem Überfang.

Per Siebdruck trugen die Handwerkerinnen der Werkstätten keramische Farben in zwei Blautönen auf und schmolzen diese im Farbbrandverfahren bei 620 Grad auf die Glasoberfläche. Die bearbeiteten Gläser klebten sie mittels 2-K-Silikon auf eine größengleiche transparente Trägerscheibe aus TVG Weißglas. Ein Messingrahmen fasst die Scheiben. So wurden sie vor die bereits bestehende Schutzverglasung eingebaut.

Für größere Ansicht bitte auf eines der Bilder klicken. Steuerbare Diashow öffnet sich.

Gustav van Treeck_Brech_HeiligKreuzGustav van Treeck_Brech_HeiligKreuzGustav van Treeck_Brech_HeiligKreuzGustav van Treeck_Brech_HeiligKreuzGustav van Treeck_Brech_HeiligKreuzGustav van Treeck_Brech_HeiligKreuzGustav van Treeck_Brech_HeiligKreuzGustav van Treeck_Brech_HeiligKreuzGustav van Treeck_Brech_HeiligKreuzGustav van Treeck_Brech_HeiligKreuzGustav van Treeck_Brech_HeiligKreuzGustav van Treeck_Brech_HeiligKreuzGustav van Treeck_Brech_HeiligKreuzGustav van Treeck_Brech_HeiligKreuzGustav van Treeck_Brech_HeiligKreuzGustav van Treeck_Brech_HeiligKreuzGustav van Treeck_Brech_HeiligKreuzGustav van Treeck_Brech_HeiligKreuzGustav van Treeck_Brech_HeiligKreuzGustav van Treeck_Brech_HeiligKreuzGustav van Treeck_Brech_HeiligKreuz

Fotos: (c) Wolfgang Pulfer

Zur Projektübersicht

Madrid and Rome, Laura F. Gibellini

Freitag, Juni 22nd, 2018

Atmospheres and Interruptions I
Drawing on drywall, wall and glass. 3.2 x 6.6 meters (variable).
Installation view at Matadero Madrid, 2018.

Atmospheres and Interruptions II
Drawing on drywall, wall and glass. 5 x 3.5 meters (variable).
Installation view at the Spanish Academy, Rome, 2017.

Artist: Laura F. Gibellini

For a larger view please click on one of these images. An interactive slide show will open.

Laura F. GibelliniLaura F. GibelliniLaura F. GibelliniLaura F. Gibellini

Back to projects

Paravents des Lichts

Freitag, September 22nd, 2017

Anlässlich der Ausstellung „Summer Solstice 2017“ hat der englische Glaskünstler Brian Clarke fantastische neue Paravents aus mundgeblasenen Gläsern vorgestellt. Die Werkstätten Gustav van Treeck fertigten die Kunstwerke „Leipzig“ und „Lincoln’s Inn“ in aufwändiger Handarbeit.

Die Glaseinsätze der Paravents bestehen aus mundgeblasenen Überfanggläsern. Die Glasmalerinnen bearbeiteten diese exakt nach künstlerischer Vorlage mit Siebdrucken und in Ätztechnik.
Anfragen über die Galerie des Künstlers.

Für größere Ansicht bitte auf eines der Bilder klicken. Steuerbare Diashow öffnet sich.

Clarke_LincolnsInnClarke_LincolnsInnClarke_LeipzigClarke_LeipzigClarke_LeipzigClarke_LincolnsInnClarke_LeipzigClarke_LincolnsInnClarke_LincolnsInnClarke_LincolnsInnClarke_Sommersolstice2017ClarkeScreens

Zur Projektübersicht

Contemporary glass screens

Donnerstag, September 21st, 2017

On the occasion of summer solstice 2017 the english stained glass artist Brian Clarke has shown new fantastic screens made of hand-blown glasses. The Munich Studios Gustav van Treeck hand-crafted the art works „Leipzig“ und „Lincoln’s Inn“.

The glass panes of the screens are made of hand-blown flashed glasses. The glass painters attended them exactly towards the artistic original with screen printing and etching technologies. Requests for the artworks via the artist’s gallery.

For a larger view please click on one of these images. An interactive slide show will open.

Clarke_LincolnsInnClarke_LincolnsInnClarke_LeipzigClarke_LeipzigClarke_LeipzigClarke_LincolnsInnClarke_LeipzigClarke_LincolnsInnClarke_LincolnsInnClarke_LincolnsInnClarke_Sommersolstice2017ClarkeScreens

Back to projects

#SummerSolsticeScreens2017

Kunstverglasung – poppig!

Mittwoch, Juni 8th, 2016

Die New Yorker Künstlerin Bunny Rogers hat die Tradition der Bleiverglasungen für ihre Kunst entdeckt. Herausgekommen ist ein Trptychon der poppigen Art, eine Kunstverglasung wie man Sie selten sieht.

Für das Werk „Lisa Bright and Dark (for Andrea), 2016“ verbleiten die Kunstglaser der Hofglasmalerei neben Zuschnitten aus mundgeblasenen Gläsern auch Partien aus gefusten Farbgläsern miteinander. So entstanden Comic-hafte Szenen aus Glas im Auftrag der Berliner Galerie Societé.

Für größere Ansicht bitte auf eines der Bilder klicken. Steuerbare Diashow öffnet sich.

GvT_BunnyRogers5GvT_BunnyRogers4GvT_BunnyRogers3GvT_BunnyRogers2GvT_BunnyRogers1bunny_rogers_columbine_cafeteria_0164

Zurück zur Projektübersicht

Dornach, Glas in Beton

Mittwoch, April 13th, 2016

Im Kontrast zu der kühlen Sichtbetonwand der neuen Aussegnungshalle in Dornach bei München lassen die im Hause van Treeck entworfenen und gefertigten Gläser warmes gelbes Licht in den Andachtsraum eintreten.

Das Kreuz setzt sich aus mehreren Scheiben zusammen. Die Aufteilung bezieht sich auf das Betonelement, in welches das Glaskreuz eingebaut ist.

Für größere Ansicht bitte auf eines der Bilder klicken. Steuerbare Diashow öffnet sich.

Glas in BetonGlas in BetonGlas in BetonGlas in BetonGlas in BetonGlas in BetonGlas in Beton

Die Gestaltung der Scheiben erfolgte in mehreren Schritten: Zunächst erhielten die Flachgläser im Glasofen bei circa 720 Grad Celsius eine Struktur (Strukturbrand). Im nächsten Schritt wurden die Scheiben in der vorgesehenen Anordnung auf einen großen Leuchttisch gelegt.

Passend zu der gegebenen Glasstruktur bemalten die Glasmaler der Werkstätten die Scheiben mit Silbergelb. Diese spezielle Glasmalfarbe zieht beim Brennen in die Glasoberfläche ein, die Scheiben erhalten eine gläserne, transparente Brillanz.

Nach einem Farbband bei 620 Grad Celsius arbeiteten die Glasmaler durch einen erneuten Farbauftrag noch verschiedene Strukturen bzw. Tiefen heraus. Ein letzter Farbbrand schließlich festigte diese Malereien.

Zurück zur Projektübersicht

 

 

München, Skulptur ‚open door‘

Mittwoch, April 13th, 2016

Für das neue Wohnraumquartier Westpark entwickelte die Münchner Künstlerin Heike Jobst eine Skulptur mit Glasmosaik, die symbolisch ganz im Zeichen der Zeit für Offenheit und Zusammenleben steht.

Basierend auf der Idee einer offenen Tür entstand die abstrahierte Form eines doppelten Türstocks. Der Türstock aus lackiertem Stahl erscheint dabei zweimal als sich wiederholende durchlässige und fragile Form, die durchschritten werden kann.

Die Skulptur nimmt die Form des Türstocks als Schattenwurf am Boden ein weiters Mal auf. Diesen hat die Künstlerin durch ein Mosaik aus pigmentiertem Betonwerkstein und handgefertigtem Glasmosaikzuschnitten initiiert. Mit diesem gemusterten Lichtkegel inszeniert sie die Imagination eines Raumes.

Für größere Ansicht bitte auf eines der Bilder klicken. Steuerbare Diashow öffnet sich.

HeikeJobst.1HeikeJobst.2HeikeJobst.3HeikeJobst.4HeikeJobst.5HeikeJobst.6HeikeJobst.7HeikeJobst.8HeikeJobst.9HeikeJobst.10

Zurück zur Projektübersicht

 

Chorfenster im biblischen Dreiklang

Donnerstag, November 26th, 2015

Die Wüstenselbitzer haben für ihre 1901 eingeweihte Dr.-Martin-Luther-Kirche drei neu gestaltete Chorfenster erhalten. Christliche Tugenden nehmen in den Farben Blau, Rot und Grün in und durch Glas Gestalt an. Konzept und Entwurf stammen von der Selbitzer Ordensschwester und Künstlerin Christamaria Schröter.

Der biblische Dreiklang „Glaube, Liebe, Hoffnung“ stand Pate für die kraftvollen Fenster im Chorraum der Dr.-Martin-Luther-Kirche. Die kleine evangelisch-lutherische Gemeinde im Norden Bayerns sammelte 13 Jahre lang Spenden dafür. Über eineinhalb Jahre vergingen vom ersten Besuch der Künstlerin in Wüstenselbitz bis zu Fertigstellung des Kunstwerks. Mit dem Segen der evangelischen Landeskirche wurden die Fenster  im Oktober 2015 feierlich ihrer Bestimmung übergeben.

Um maximale Leuchtkraft und Farbintensität zu erzielen, bearbeiteten die Glasmalerinnen der Werkstätten Gustav van Treeck mundgeblasene Überfanggläser mittels Flusssäure. In enger Absprache mit der Künstlerin ätzten sie die Strukturen ihrer Malerei in die farbigen Scheiben. Im nächsten Schritt bemalten sie die Gläser aller drei Fenster mit Silbergelb, um den Zusammenhang der Fenster und damit den von Glaube, Liebe und Hoffnung zu unterstützen.

Einen Fernsehbeitrag über die Entstehung der Fenster finden Sie auf der Internetseite des Bayerischen Rundfunks.

 

Für größere Ansicht bitte auf eines der Bilder klicken. Steuerbare Diashow öffnet sich.

Dreiklang_Chorfenster5Dreiklang_Chorfenster4Dreiklang_Chorfenster3Dreiklang_Chorfenster2Dreiklang_ChorfensterDetail_HoffnungDetail_HoffnungDetail_LiebeDetail_GlaubeGlaubeLiebe_SchröterLichtwirkungMontage der FensterGlasmalerinnen mit KünstlerinSilbergelb für den Glauben

Zurück zur Projektübersicht

 

 

 

 

 

Tageskapelle Rummelsberg, Meide Büdel

Mittwoch, Juli 15th, 2015

Im Rahmen des Gesamtumbaus der Rummelsberger Krypta zur Tageskapelle hat die Nürnberger Künstlerin Meide Büdel unter anderem Fenster und Türe mit mundgeblasenen Gläsern neu gestaltet.

Die blauen, teilweise geätzten Überfanggläser erzeugen eine besinnliche Atmosphäre im komplett umgestalteten Andachtsraum. Sie sind Teil des künstlerischen Gesamtkonzepts, das aus dem ehemals dunklen Raum einen hellen zum Verweilen einladenden Ort entstehen liess.

Für größere Ansicht bitte auf eines der Bilder klicken. Steuerbare Diashow öffnet sich.

Rummelsberg BüdelRummelsberg BüdelRummelsberg BüdelRummelsberg BüdelRummelsberg BüdelRummelsberg BüdelRummelsberg BüdelRummelsberg BüdelRummelsberg BüdelRummelsberg BüdelRummelsberg BüdelRummelsberg BüdelRummelsberg BüdelRummelsberg Büdel

Zurück zur Projektübersicht

St. Ursula Hospiz Niederalteich

Mittwoch, Juli 15th, 2015

Floatglasmalerei nach Entwurf und Direktiven des Künstlers Nikodemus Löffl für das St. Ursula Hospiz in Niederalteich.

Für größere Ansicht bitte auf eines der Bilder klicken. Steuerbare Diashow öffnet sich.

Niederalteich Nikodemus LöfflNiederalteich Nikodemus LöfflNiederalteich Nikodemus LöfflNiederalteich Nikodemus LöfflNiederalteich Nikodemus LöffelNiederalteich Nikodemus LöfflNiederalteich Nikodemus LöfflNiederalteich Nikodemus LöfflNiederalteich Nikodemus LöfflNiederalteich Nikodemus LöfflNiederalteich Nikodemus LöfflNiederalteich Nikodemus LöfflNiederalteich Nikodemus LöfflNiederalteich Nikodemus LöfflNiederalteich Nikodemus LöfflNiederalteich Nikodemus LöfflNiederalteich Nikodemus LöfflNiederalteich Nikodemus LöfflNiederalteich Nikodemus Löffl

Zurück zur Projektübersicht